Die Rebblüte beginnt in den Weinbergen

So langsam fängt es an zu blühen im Rebenmeer

Für das Aufblühen der Rebe muss die mittlere Tagestemperatur mindestens 15 °C, besser jedoch 20–25 °C betragen. Die Rebe reagiert in der Zeit vom Austrieb bis zur Rebblüte besonders auf den Temperaturverlauf im Monat Mai mit der Entwicklung der Trieb- und Blattfläche. Je nach Witterungsverlauf kommt es zu einem früheren oder späteren Rebblütenbeginn. Der ist nicht abhängig vom Austrieb der Reben. Die Temperatur hat daneben großen Einfluss auf den Befruchtungsvorgang und die Dauer der Rebblüte. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Die schwach duftenden Blüten sind in zusammengesetzten, dichten Rispen angeordnet, den Gescheinen. Diese werden im späten Frühjahr ausgebildet. Jedes Geschein hat eine Vielzahl von Knospen, aus denen während der Rebblüte einzelne Blüten entstehen. Je nach dem Grad der Verrieselung werden aus den befruchteten Blüten eines Gescheines Weinbeeren gebildet, die zusammen eine Traube (botanisch Rispe) ergeben. Bei der Verrieselung im Weinbau werden ungewöhnlich viele Blüten oder kleine Beeren vom Stielgerüst abgestoßen. Normalerweise liegt der Anteil der Blüten, die sich zu Beeren entwickeln, je nach Rebsorte bei lediglich 30 bis 60 Prozent. Dies ist normal, da die Rebe unmöglich alle Früchte zur Vollreife bringen könnte. Die Verrieselung ist eine Befruchtungsstörung. Häufig spielen die klimatischen Bedingungen während dieser Zeit eine wichtige Rolle. Als Resultat der Verrieselung kommt es zu Kleinbeerigkeit und damit zu einer Ertragsminderung. Dies kann durch Regen, Kälte, aber auch große Hitze und Hagelschlag während der Blüte passieren. Mit Blühende beginnt die Beerenentwicklung deren Zeitpunkt für die Lesereife entscheidend ist. Wir Winzer rechnen dann 100 Tage nach der Blüte mit dem Erntebeginn. Dieses Jahr voraussichtlich gegen Ende September.


 

Tags: Weinberg
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